Marketing-Blog

Leseprobe BreakfastBriefing

BB 96 – „7 Schritte, um eine Website zu bauen, die verkauft"

HEUTE IM FOKUS //
> Vertrauen oder Reichweite – welches KI-Modell sich langfristig durchsetzt
> 7 Schritte, um eine Website zu bauen, die verkauft
> Papier oder Digital – das ultimative System

🧠 Vertrauen oder Reichweite?

Im KI-Markt zeichnet sich gerade eine interessante Entwicklung ab. Während einige Anbieter beginnen, Werbung in ihre Systeme zu integrieren, setzen andere bewusst auf ein werbefreies Modell – finanziert über Abos und Enterprise-Lösungen.

OpenAI testet Werbung in ChatGPT.

Perplexity hingegen setzt bewusst auf ein Abo-Modell ohne klassische Anzeigen.

Claude (Anthropic) positioniert sich ebenfalls stark über Enterprise-Verträge und Vertrauen – nicht über Werbeflächen.

Gleiches Marktumfeld.
Unterschiedliche Monetarisierung.

Was hier gerade passiert

KI-Tools werden zu zentralen Informationsquellen.
Für Recherche. Für Kaufentscheidungen. Für strategische Fragen.

Die Frage ist nicht mehr, ob dort Geld verdient wird.
Sondern wie.

Modell 1: Werbung integrieren, Reichweite monetarisieren.
Modell 2: Werbefrei bleiben, über Abos und B2B-Verträge wachsen.

Beides funktioniert kurzfristig.

Langfristig wird sich zeigen, was stärker wirkt:

Ein System, das Informationen mit Anzeigen kombiniert
oder eines, das auf Neutralität setzt.

Für Unternehmen ist das keine theoretische Diskussion.

Denn je nachdem, welches Modell sich durchsetzt,
verändert sich auch, wie Sichtbarkeit entsteht.

Werbung könnte Teil von KI-Antworten werden.
Oder Vertrauen wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Die spannende Frage ist nicht, wer schneller wächst.

Sondern welches Modell Nutzer auf Dauer wählen.

🧩 Wie man eine Website baut, die verkauft

Viele Unternehmen investieren viel Geld in ihre Website.

Neues Design.
Neue Bilder.
Neue Farben.

Und wundern sich dann, warum trotzdem kaum Anfragen kommen.

Das Problem ist selten das Design.
Das Problem ist fehlende Struktur.

Eine verkaufsstarke Seite folgt keiner Kreativlaune.
Sondern einer klaren Logik.

1) Die Überschrift entscheidet alles

Deine Startseite hat 3-5 Sekunden.

Keine Vision.
Keine Unternehmensgeschichte.
Kein „Herzlich willkommen“.

Sondern:
Ein klares Ergebnis oder ein klarer Nutzen.

Nicht:
„Ihr Partner für innovative Fertigung.“

Sondern:
„Präzisionsbauteile für Maschinenbauer – terminsicher und serienfähig.“

Das ist ein Unterschied.

2) Der Subtext konkretisiert das Versprechen

Die Headline macht neugierig.
Der Subtext erklärt, wie.

Hier geht es um Klarheit:

Für wen?
Mit welchem Ansatz?
Mit welchem Ziel?

Je konkreter Du wirst, desto relevanter wirst Du.

3) Ein Call-to-Action ganz oben

Nicht fünf Buttons.
Nicht drei Richtungen.

Eine Entscheidung.

Anfrage stellen.
Strategiegespräch buchen.
Potenzial prüfen.

Menschen brauchen ein bis zwei klare Optionen.
Keine Überforderung.

4) Keine Ablenkung

Slideshows.
Autoplay-Videos.
Bilderzirkus.

Alles Dinge, die Aufmerksamkeit und Pagespeed kosten – aber nichts verkaufen.

Mittelständler Websites sind kein Showroom.
Sie sind ein Vertriebsinstrument.

5) Beweise statt leere Behauptungen

„Qualität ist uns wichtig.“
„Wir sind zuverlässig.“
„Kundenzufriedenheit steht an erster Stelle.“

Das schreiben alle.

Zeig stattdessen:

Welche Branchen Du belieferst.
Wie lange Projekte durchschnittlich laufen.
Wie viele Mitarbeiter in der Fertigung stehen.
Wie schnell Du liefern kannst.

Vertrauen entsteht durch Belege – nicht durch Adjektive.

6) Vorteile statt Floskeln

Viele schreiben, was sie tun.

Wenige schreiben, was es bringt.

Nicht:
„Wir beraten Unternehmen.“

Sondern:
„Sie gewinnen Klarheit über Prozesse, bevor teure Fehlentscheidungen entstehen.“

Menschen kaufen Ergebnisse.
Keine Leistungen.

7) Kontakt so einfach wie möglich

Wenn Dein Formular aussieht wie eine Steuererklärung,
wird es niemand ausfüllen.

Name.
E-Mail.
Eine Frage.

Mehr braucht es oft nicht.

Komplexität ist der Feind von Verkauf.

Die Formel ist simpel:
Nutzen + Vertrauen + Aktion

Und das bitte direkt auf der Startseite.
Nicht versteckt in Untermenüs.

✍️ Papier vs. Digital – ich habe alles getestet

Notizbuch.
iPad.
reMarkable.
Notion.
Datenbanken.
Second Brain.

Ich habe alles ausprobiert.

Und die Wahrheit ist:
Alles hat seine Daseinsberechtigung.
Aber nichts ist für alles geeignet.

Papier

Unschlagbar für Denken.

Wenn ich strategisch arbeite, Logos konzipiere oder Ideen sortiere, nehme ich oft Stift und Papier. Keine Ablenkung. Kein Tab. Kein Tool.

Nachteil:
Nicht durchsuchbar. Nicht skalierbar. Nicht teilbar.

Papier ist gut zum Denken.
Schlecht zum Organisieren.

reMarkable

Der Versuch, beides zu verbinden.

Digital, aber wie Papier.
Fokus, wenig Ablenkung.

Perfekt für längere Denk-Sessions oder strukturierte Notizen.

Aber:
Sobald es in Projekte, Teams oder Prozesse geht, wird es zu isoliert.

Notion & Datenbanken

Hier entsteht Struktur.

Projekte. Prozesse. Wissensdatenbank.
Alles durchsuchbar. Alles versionierbar.

Ideal für Dokumentation, Zusammenarbeit und Skalierung.

Aber:
Zum kreativen Denken manchmal zu „technisch“.

Mein Fazit

Papier zum Denken. Digital zum Skalieren. Datenbanken zum Strukturieren.

Das Problem ist nicht das Tool. Das Problem ist, wenn man versucht, mit einem Tool alles zu lösen.

Jedes Medium hat einen Use Case.

Die eigentliche Frage ist:

Wofür nutzt Du was – und warum?

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